Den eignen Tod,

den stirbt man nur,

doch mit dem Tod

der anderen

muss man leben.

Mascha Kaleko

Der Tod eines nahestehenden Menschen stellt unsere Welt auf den Kopf. Wer es selbst noch nicht erlebt hat, hat keine Vorstellung von der Leere, dem Schmerz, der Wut, der unendlichen Schwäche, den pochenden, kreisenden Gedanken, den bohrenden inneren Fragen, dem tiefen, unmenschlichen Loch.

Trauernden ist nicht damit geholfen, ein Pflaster auf die Wunde zu kleben und so zu tun, als ob die Zeit von ganz alleine alles heilen würde. Oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Selbst wer in einer Religion, Spiritualität, etwas Größerem, eine Stütze hat, verliert als Trauernder immer wieder den Halt, den Boden unter den Füßen.

Meist sind Nahestehende keine ausreichen-de Hilfe. Es wird jemand benötigt, mit dem man vorurteilsfrei über den Verlust, den Schmerz und die Trauer sprechen kann. Jemand, der nicht in der Situation gefangen ist, aber durch menschliche Nähe präsent ist, kompetent unterstützt und begleitet.

Verletzungen und Schmerzen unseres Körpers behandeln wir ganz selbstverständ-lich. Emotionale Schmerzen schieben wir

dagegen gerne weit weg. Aber erst die Ver-

sorgung der Trauerwunde ermöglicht ihre

Heilung. In ihrer ganz eigenen Zeit. Dann macht die Hingabe an die Trauer das neue, veränderte Leben möglich.

Nicht mit vorgefertigten Worthülsen und Konzepten, sondern mit einem individuellen Eingehen auf Ihre ganz persönlichen Be-dürfnisse. Gerade in der Trauerarbeit bildet sich heute vermehrt die Erkenntnis, dass die traditionellen Konzepte, die in einer Orien-tierung an Sigmund Freud, ein endgültiges Abschließen und Verabschieden von Ver-storbenen propagieren, von den meisten Betroffenen weder als stimmig noch als hilfreich empfunden werden. Eine Zuwen-dung an die Gegenwart und Zukunft gelingt ihnen wesentlich besser, wenn sie mit den Menschen, die sie vermissen, wenigstens auf imaginärer oder emotionaler Ebene dauerhaft in Verbindung bleiben können.

Dazu biete ich ausschließlich individuelle Einzeltermine an. Dabei orientiere ich mich an den Methoden von Allan L. Botkin, der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion von Jon Kabat-Zinn sowie der Systemischen Familientherapie. Vieles durfte ich lernen von den Arbeiten von Elisabeth Kübler-Ross (†) und Stanislav Grof.